
Saarbrücker Zeitung
17. 9. 2009
Ein musikalisches Bilderbuch
Haydns Oratorium "Die Schöpfung" in der Martin-Luther-Kirche
Das Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Martin-Luther-Kirche applaudierte dem Chor der Evangelischen Kantorei, dem Orchester, bestehend aus Musikern der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern, und den Solisten Anne Kathrin Fetik, Sopran, Alejandro Ramirez, Tenor,und Siegmund Nimsgern, Bass, am Ende mit stehendem Ovationen.(...)
Der Freundes- und Förderkreis für Kirchenmusik an der Martin-Luther-Kirche in St. Ingbert nahm die Einweihung des St. Ingberter Gotteshaus vor 150 Jahren und das 200. Todesjahr Haydns zum Anlass, "Die Schöpfung" in einem Kirchenkonzert aufzuführen.(...)
Namhafte Solisten wurden engagiert. Anne Kathrin Fetik, Sopran, wusste mit klarer, heller Stimme als Gabriel und Eva zu gefallen. Tenor Alejandro Ramirez meisterte seine lyrischen und dramatischen Partien als Uriel mit Bravour. Bass Siegmund Nimsgern überzeugte mit seiner markanten Stimme sowohl als Raphael als auch als Adam. Auch die Duette und Terzette wirkten ausgewogen und homogen.
Unter dem souveränen Dirigat von Helmut Haag gefielen die stark angewachsene Evangelische Kantorei und ein Orchester aus Mitgliedern der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken Kaiserslautern.
Solisten, Chor und Orchester setzten gekonnt die fesselnde, musikalische Tonmalerei des Werkes um. Chaos, Licht, Sturm, Gewitter und Meeresbrausen wurden verlebendigt. Selbst die Bewegungen der Tiere wurden musikalisch nachgeahmt.
Jedes Tier wurde mit eigenen Rhythmen, Tonfolgen und typischen Klängen gemalt, vom Brüllen des Löwen bis zum schwerfälligen Kriechen des "Gewürms" auf dem Boden.
Hervorzuheben sind auch die jubelnden Ausbrüche des Chores bei "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes", "Der Herr ist groß in seiner Macht", das als Zugabe wiederholt wurde, und dem hymnischen Lobgesang "Heil Dir, o Gott, o Schöpfer, Heil!".
Lang anhaltender Applaus des begeisterten St. Ingberter Musikpublikums belohnte die Interpreten und beschloss das zweistündige Konzert, das die Festwoche "150 Jahre Martin-Luther-Kirche" eröffnete, die am Sonntag mit einem Festgottesdienst enden wird.

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Saarbrücker Zeitung
12. 11. 2008
Chor begeistert mit Bach
Evangelische Kantorei lockt viele Zuhörer
in die Martin-Luther-Kirche in St. Ingbert
Zwei Kantaten von Johann Sebastian Bach standen am Sonntag auf dem Programm in der vollbesetzten Martin-Luther-Kirche in St. Ingbert. Die Evangelische Kantorei wurde für Ihren Vortrag gefeiert. Es herrschte rauschender Jubel am Ende des Konzertes.
Das Konzert war Johann Sebastian Bach gewidmet. Mit den beiden Kantaten "Wer nur den lieben Gott lässt walten" und "Ich hatte viel Bekümmernis" war auch dem Trauermonat November Reverenz gewidmet.
Die erste Kantate erzeugt eine ungemein trostvolle Wirkung. Wohltönender, harmonischer Chorklang war von Anfang bis zum Schluss zu hören.
Sabine von Blohn mit ihrem durchsichtigen Sopran, Gabriele May mit ihrem tiefen, fraulichen Alt, Thomas Burger mit seinem hellen Tenor und seiner deutlichen Aussprache und Alexander Lauer mit seinem angenehm warmen Bariton vermochten den auf Gottes Vertrauen setzenden Text den Zuhören zu vermitteln, die herrliche Soli, Duette, Trios und Quartette von den Solisten hörten.
Ein bekanntes, selten live zu hörendes Werk ist das fünfte Brandenburgische Konzert, das hier in strahlender Manier erklang.
Ebenfalls selten zu hören ist Bachs Kantate "Ich hatte viel Bekümmernis". Ein zweiteiliges Werk und auch länger als eine normale Kantate. Nach dem Text und der Musik von tiefem Leid, erstrahlt aus Überzeugung und mächtig der Schlusschoral "Das Lamm, das erwürget ist, ist würdig zu nehmen...", endete stimmgewaltig das Bach gewidmete Konzert, mit dem sich Helmut Haag wieder bei der Evangelischen Kantorei zurückmeldete. Stehender Applaus war der Dank.
SAARBRÜCKER ZEITUNG
30.4.2008
Freudig tönender Gesang
Konzert in der Martin-Luther-Kirche in St. Ingbert
Hell und freudig tönender religiöser Gesang von englischen Komponisten war Mittelpunkt des Konzertes der evangelischen Kantorei am Sonntagabend in der Martin-Luther-Kirche unter Leitung von Thomas Huck. (...)
Mit überzeugt klingenden hohen Frauenstimmen begann das erste Werk, „Te Deum laudamus“ von Charles Villiers Standford, fröhlich und strahlend wie alle Gesangswerke des Abends, nicht nur die beiden anderen „Te Deum“. Ein freudig gesungenes kleines Werk war das „Lead me, Lord“ von Samuel Wesley, als Zugabe nochmals gesungen und überwiegend von den Frauenstimmen gestaltet, die bei dieser Musik am stärksten gefordert waren, auch mit sehr hohem Gesang, der stets sauber gemeistert wurde. (...)
Strahlend und mit überzeugt klingenden Stimmen und allzeit sauber, selbst die höchsten Frauenstimmen, kam der schöne Gesang „For all the Saints“ von Ralph Vaugham Williams, nicht etwa traurig, wie zu unserem Allerheiligenfest, sondern die Heiligen lobend und freudig preisend. Vom gleichen Komponisten war auch das „Let all the world in every corner sing“. Herb dagegen klang von Benjamin Britten das „Festival Te Deum“ op. 32. (...)
Vielstimmiges Lob erscholl im „Te Deum laudamus“ von Edward Elgar, von der Orgel, auch beim folgenden „Benediktus“ von Elgar wesentlich mitgestaltet. Bei dem Konzert, dessen Erlös der Innenraum-Renovierung der Martin-Luther-Kirche zugute kommt, erklang auch das neue „englisch-Gamben-Register“ der Orgel. Mit zwei Zugaben beendete der Chor ein Konzert, das ein weiterer Höhepunkt der Konzerttätigkeit der Evangelischen Kantorei bleiben wird.
SAARBRÜCKER ZEITUNG
6.11.2007
Alte Instrumente vermitteln einen authentischen Hörgenuss
Konzert der Evangelischen Kantorei in der St. Ingberter Martin-Luther-Kirche begeisterte mit quadrophonem Chorerlebnis
Jubilierender und festlicher hätte es nicht klingen können, als beim Konzert unter Leitung von Thomas Huck am Sonntagabend in der St. Ingberter Martin-Luther-Kirche. Von allen Ecken der Kirche strömte strahlender Chorgesang, denn die Evangelische Kantorei hatte sich beim Konzert mit den „Psalmen Davids“ von Heinrich Schütz, wie vom Komponisten vorgesehen, in mehrere Chöre aufgeteilt, die von verschiedenen Stellen in der Kirche aus sangen.
Dadurch wurde nicht nur eine authentische Wiedergabe, wie es in der Kantorei unter Thomas Huck schon Tradition ist, sondern auch ein beeindruckendes quadrophones Hörerlebnis vermittelt. Und wenn dann noch die tiefgehenden, von innen strahlenden, wohlig klingenden Werke von Heinrich Schütz, die eine Synthese aus überschäumender italienischer Lebensfreude und deutscher protestantischer Kirchenmusik ist, so stilistisch und akustisch sauber bis in die Höhen interpretiert werden, wie von der Kantorei und dem Solistenchor, dann ist das Erlebnis einfach überwältigend.
Dazu kam noch die Wiedergabe mit Alten Instrumenten, wie Theorbe, Zink und Dulzian, die neben den Barockgeigen erklangen. So war eine möglichst authentische Wiedergabe wie in der Zeit von Schütz garantiert.
Eine Glanzleistung vollbrachte Thomas Huck mit der Koordinierung der an verschiedenen Plätzen aufgestellten Einzelchöre, Solisten und Instrumentengruppen. Neben all den einzelnen Psalmen wird der mit seinem strahlenden Jubel nicht zu überbietende Psalm „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich“, der auch als Zugabe zu hören war, als besonderes Hörerlebnis in Erinnerung bleiben.
Wochenspiegel
4. April 2007
Evangelische Kantorei präsentierte
Requiem von Maurice Duruflé
Ein großartiges Konzerterlebnis
in der Hildegardskirche
In der gut besetzten Hildegardskirche fand ein Konzert mit einem selten aufgeführten spätromantischen Werk mit Kirchenmusik farbiger und leichter Harmonik statt.
Die Evangelische Kantorei St. Ingbert hatte sich mit dem Requiem von Maurice Duruflé ein Werk vorgenommen, das etwas außerhalb des Rahmens ihrer in letzter Zeit gesungenen Werke aus Barock und Klassik fällt.(...)
Die Einstellung des Chores auf diese Musik französisch-katholischen Einschlags ist vorzüglich gelungen und mit Vincent Warnier, der die Orgelbegleitung übernommen hatte, saß ein Orgelvirtuose ersten Ranges auf der Orgelbank.(...)
Thomas Huck verstand es, seinem Chor den warmen, weichen melodiösen Klang der französischen Kirchenmusik zu geben, sowohl bei den Gesamtchorstellen, als auch bei den reinen Männerchor- oder Frauenchorstellen. Alles kam homogen und ausgewogen - ein insgesamt runder Klang.(...)
Die Evangelische Kantorei zeigte mit der Aufführung des Requiems von Duruflé, dass sie nicht nur barocke und klassische Werke stilistisch korrekt, sondern auch auch die romantischeren Komostionen entsprechend stilecht interprtieren kann.
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Saarbrücker Zeitung
14. 11. 2006
Sänger jubeln wie
mächtige Orgel
Solisten und Chor der Evangelischen Kantorei beeindruckten mit ihrem „Lobgesang“
Ein beeindruckendes Kirchenkonzert mit jubelndem und preisendem Gesang erlebten die Besucher beim Konzert der Evangelischen Kantorei in der gut besetzten Martin-Luther-Kirche in St. Ingbert.
Die Evangelische Kantorei feierte in diesem Jahr das Jubiläum 140 Jahre evangelischer Kirchenchor in St. Ingbert und 30 Jahre Freundes- und Förderkreis für Kirchenmusik an der Martin-Luther-Kirche. Mit einem grandiosen Kirchenkonzert gedachte man der beiden Jubiläen. (...)
Ein Höhepunkt der chorischen Arbeit der Kantorei der letzten Jahre aber dürfte die Wiedergabe des „Lobgesangs“ gewesen sein. (...)
„Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ heißt es zu Beginn. Und so hörte sich der Jubelchor an. Wie das Tutti einer großen Orgel. (...)
Saubere Soprane in höchsten Tönen, und alle Stimmen in ihren Einsätzen und Themenköpfen wie gemeißelt, zeichneten das gesamte Konzert aus. (...)
Höhepunkt des ganzen „Lobgesangs“ ist das a cappella gesungene „Nun danket alle Gott“, bei dem bei der Erstaufführung in England unter Mendelssohn alle Hörer aufstanden. (...)
Eindrucksvoller als den Schlusschor kann man ein Werk nicht gestalten.
Es war ein Konzert, würdig des Jubiläums. Langanhaltender, kräftiger Applaus war Dank für dieses Konzerterlebnis.
SAARBRÜCKER ZEITUNG
6.4.2006
Chor begeistert mit Bach
Evangelische Kantorei lockt viele Zuhörer
in die Martin-Luther-Kirche in St. Ingbert
Ein sehr anspruchsvolles Programm hatte sich die Evangelische Kantorei St. Ingbert für ein Konzert in der Martin-Luther-Kirche ausgesucht. Der Chor und Organist Rainer Oster ergänzten sich wirkungsvoll und boten unter anderem Kompositionen von Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Josef Rheinberger und Louis Vierne. Von den Zuhörern gab es für die Darbietungen großen Applaus.
Als stets zuverlässlicher Partner des Chores gestaltete der Organist Rainer Oster die Orgelbegleitung der Chorwerke, von der Kantorei vor dem Altar gesungen. In „Tribulationes“ (Leiden und Bedrängnis), „Eripe me“ (Rette mich Herr) und „Dextera Domini“ (Gottes gewalt'ger Arm) von Josef Rheinberger ließ die Kantorei trotz der Herbheit der Werke mit strengem kontrapunktischem Satz mit der Schönheit ihrer Stimmen und der Tiefe der auskomponierten Textaussagen die Hymnen klangstark erstrahlen. Dabei klang das „Eripe me (Rette mich) wie ein Schrei. „Doce me“ (hilf mit) wie ein Ruf, und das zweite „Eripe me“ wie eine Bitte. Die Messe Solennelle von Louis Vierne ist 1900 zwischen seinen beiden ersten Orgelsinfonien komponiert worden und blieb Viernes einziges Chorwerk. Sie ist eigentlich mit ihrem pompösen, opernhaften Klang eine Messe für einen großen Chor. Aber auch die Kantorei ließ bereits beim teils fugierenden Kyrie die Stimmen „laut erschallen“. In dieser Messe fordert Vierne viel die Männerstimmen, die hörbar froh waren, ihre Stimmen einmal quasi solistisch erklingen zu lassen. Von den Frauenstimmen fordert der Komponist höchste Höhen, die manchmal nicht leicht und mit Anstrengung zu erklimmen schienen. Dem Chor gelang es aber, das Werk bei den Gott lobenden Stellen feierlich und mächtig erstrahlen zu lassen, bei den Bitten weich und bei den Leidensstellen herb und mitleidend erklingend zu gestalten. Die Orgel war dabei nicht nur begleitendes, sondern auch gestaltendes Element.
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Saarbrücker Zeitung
22.11.2005
Mozart wie im Original
Aufführung des "Requiems" zum Totensonntag mit Chor, Solisten und historischen Instrumenten
Die Evangelische Kantorei St. Ingbert führte am Totensonntag in der voll besetzten Martin-Luther-Kirche unter der Leitung von Thomas Huck das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Dazu sangen vier junge Solisten, und das Ensemble Con Temperamento spielte auf historischen Instrumenten.
Zum Totensonntag führte die Evangelische Kantorei St. Ingbert in der vollbesetzten Martin-Luther-Kirche das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Zur gut einstudierten und mit großer Chorkultur singenden Kantorei und einem Solistenquartett mit kräftigen Stimmen musizierte das Ensemble Con Temperamento auf historischen Instrumenten unter der Gesamtleitung von Thomas Huck.
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Sehr schön waren von der Kantorei die einzelnen Chorstellen gestaltet, so mit seufzenden Geigenklängen das "Lacrimosa dies illa" oder das wie gebetet gesungene "Hostias et preces tibi". Klare Einsätze kamen bei den verschiedenen Fugenthemen, insbesondere bei der Schlussfuge "Cum sanctis". Von Thomas Huck gut einstudiert konnte die Kantorei sicher und frei singen und so strömten die Chorsätze lebendig und wohlklingend.