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Saarbrücker Zeitung
14. 11. 2006

Sänger jubeln wie
mächtige Orgel

Solisten und Chor der Evangelischen Kantorei beeindruckten mit ihrem „Lobgesang“

Ein beeindruckendes Kirchenkonzert mit jubelndem und preisendem Gesang erlebten die Besucher beim Konzert der Evangelischen Kantorei in der gut besetzten Martin-Luther-Kirche in St. Ingbert.
Die Evangelische Kantorei feierte in diesem Jahr das Jubiläum 140 Jahre evangelischer Kirchenchor in St. Ingbert und 30 Jahre Freundes- und Förderkreis für Kirchenmusik an der Martin-Luther-Kirche. Mit einem grandiosen Kirchenkonzert gedachte man der beiden Jubiläen. (...)
Ein Höhepunkt der chorischen Arbeit der Kantorei der letzten Jahre aber dürfte die Wiedergabe des „Lobgesangs“ gewesen sein. (...)
„Alles, was Odem hat, lobe den Herrn“ heißt es zu Beginn. Und so hörte sich der Jubelchor an. Wie das Tutti einer großen Orgel. (...)
Saubere Soprane in höchsten Tönen, und alle Stimmen in ihren Einsätzen und Themenköpfen wie gemeißelt, zeichneten das gesamte Konzert aus. (...)
Höhepunkt des ganzen „Lobgesangs“ ist das a cappella gesungene „Nun danket alle Gott“, bei dem bei der Erstaufführung in England unter Mendelssohn alle Hörer aufstanden. (...)
Eindrucksvoller als den Schlusschor kann man ein Werk nicht gestalten.

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Es war ein Konzert, würdig des Jubiläums. Langanhaltender, kräftiger Applaus war Dank für dieses Konzerterlebnis.

SAARBRÜCKER ZEITUNG
6.4.2006

Chor begeistert mit Bach

Evangelische Kantorei lockt viele Zuhörer
in die Martin-Luther-Kirche in St. Ingbert

Ein sehr anspruchsvolles Programm hatte sich die Evangelische Kantorei St. Ingbert für ein Konzert in der Martin-Luther-Kirche ausgesucht. Der Chor und Organist Rainer Oster ergänzten sich wirkungsvoll und boten unter anderem Kompositionen von Bach, Mendelssohn-Bartholdy, Josef Rheinberger und Louis Vierne. Von den Zuhörern gab es für die Darbietungen großen Applaus.

Als stets zuverlässlicher Partner des Chores gestaltete der Organist Rainer Oster die Orgelbegleitung der Chorwerke, von der Kantorei vor dem Altar gesungen. In „Tribulationes“ (Leiden und Bedrängnis), „Eripe me“ (Rette mich Herr) und „Dextera Domini“ (Gottes gewalt'ger Arm) von Josef Rheinberger ließ die Kantorei trotz der Herbheit der Werke mit strengem kontrapunktischem Satz mit der Schönheit ihrer Stimmen und der Tiefe der auskomponierten Textaussagen die Hymnen klangstark erstrahlen. Dabei klang das „Eripe me (Rette mich) wie ein Schrei. „Doce me“ (hilf mit) wie ein Ruf, und das zweite „Eripe me“ wie eine Bitte. Die Messe Solennelle von Louis Vierne ist 1900 zwischen seinen beiden ersten Orgelsinfonien komponiert worden und blieb Viernes einziges Chorwerk. Sie ist eigentlich mit ihrem pompösen, opernhaften Klang eine Messe für einen großen Chor. Aber auch die Kantorei ließ bereits beim teils fugierenden Kyrie die Stimmen „laut erschallen“. In dieser Messe fordert Vierne viel die Männerstimmen, die hörbar froh waren, ihre Stimmen einmal quasi solistisch erklingen zu lassen. Von den Frauenstimmen fordert der Komponist höchste Höhen, die manchmal nicht leicht und mit Anstrengung zu erklimmen schienen. Dem Chor gelang es aber, das Werk bei den Gott lobenden Stellen feierlich und mächtig erstrahlen zu lassen, bei den Bitten weich und bei den Leidensstellen herb und mitleidend erklingend zu gestalten. Die Orgel war dabei nicht nur begleitendes, sondern auch gestaltendes Element.

 

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Saarbrücker Zeitung
22.11.2005

Mozart wie im Original

Aufführung des "Requiems" zum Totensonntag mit Chor, Solisten und historischen Instrumenten
Die Evangelische Kantorei St. Ingbert führte am Totensonntag in der voll besetzten Martin-Luther-Kirche unter der Leitung von Thomas Huck das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Dazu sangen vier junge Solisten, und das Ensemble Con Temperamento spielte auf historischen Instrumenten.

Zum Totensonntag führte die Evangelische Kantorei St. Ingbert in der vollbesetzten Martin-Luther-Kirche das Requiem von Wolfgang Amadeus Mozart auf. Zur gut einstudierten und mit großer Chorkultur singenden Kantorei und einem Solistenquartett mit kräftigen Stimmen musizierte das Ensemble Con Temperamento auf historischen Instrumenten unter der Gesamtleitung von Thomas Huck.

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Sehr schön waren von der Kantorei die einzelnen Chorstellen gestaltet, so mit seufzenden Geigenklängen das "Lacrimosa dies illa" oder das wie gebetet gesungene "Hostias et preces tibi". Klare Einsätze kamen bei den verschiedenen Fugenthemen, insbesondere bei der Schlussfuge "Cum sanctis". Von Thomas Huck gut einstudiert konnte die Kantorei sicher und frei singen und so strömten die Chorsätze lebendig und wohlklingend.