Von Bach bis Skrjabin

Anna Handler

Klavierkonzert mit Anna Handler in der Christuskirche St. Ingbert

 

Am 3. Februar 2019, 17 Uhr, gibt die Pianistin Anna Handler ein Konzert am Flügel der Christuskirche St. Ingbert unter dem Titel „Von Bach bis Skrjabin“ mit folgendem Programm:

Robert Schumann: Fantasiestücke Op. 12

---Pause---

Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge b-moll BWV 867

Joseph Haydn: Sonate in D-Dur Nr. 56

Alexander Skrjabin: Sonate Nr. 4 Op. 30

 

Anna Handler wird das Konzert auch moderieren: „Es bereitet mir große Freude, wenn die Hörer im Wissen hören können.“

Anna Isabella Handler (*1996) wuchs in München in einem deutsch-kolumbianischen Elternhaus auf und erhielt ihren ersten Klavierunterricht im Alter von sechs Jahren. Es folgten der Gesangs-, Geigen- und Dirigierunterricht. Sie absolvierte ein Jungstudium an der Accademia Pianistica di Imola und begann nach dem Abitur im Oktober 2014 ihr künstlerisches Klavierstudium in der Klasse von Prof. Adrian Oetiker an der Musikhochschule München. Außerdem studiert sie seit Oktober 2018 Orchesterdirigieren an der Musikhochschule Franz Liszt Weimar.  

Beim 3. Internationalen Hans von Bülow Wettbewerb in Meiningen im September 2018 gewann sie den 3. Preis in der Kategorie „Dirigieren vom Klavier aus“ und gab ihr Mozart-Debüt mit der Meininger Hofkapelle.

Anna ist Bundespreisträgerin des Wettbewerbs Jugend musiziert und Preisträgerin der internationalen Wettbewerbe Città di Gorizia und der Ettlingen Piano Competition. Zudem ist sie Stipendiatin der Studienstiftung des Cusanuswerks. Meisterkurse bei Prof. Arie Vardi, Prof. Robert Levin und dem Dirigenten, Prof. Johannes Schlaefli ergänzten ihre Ausbildung.

Auch als Dirigentin kann sie bereits auf Erfolge verweisen: 2011 gewann sie den Wettbewerb des Kultusministeriums Bayern Junior Assistent Ensemble Leiter in Marktoberdorf und 2013 gründete sie ein eigenes Kammerorchester, das New Munich Youth Orchestra, mit der Absicht, Grundschüler an die klassische Musik heran zu führen. Im Januar 2016 drehte das Bayerischen Fernsehen ein Kurzportrait über ihre Arbeit.

 

Sonntag, 3. Februar 2019, 17 Uhr

Christuskirche St. Ingbert

„Von Bach bis Skrjabin“

Anna Handler, Klavier

Eintritt 7 € / 5 €.

Weihnachtsoratorium in der Martin-Luther-Kirche

Ein unerwartetes Weihnachtsgeschenk wurde dem „Förderverein für Kirchenmusik an der Martin-Luther-Kirche und an der Christuskirche“ beschert, das wir sehr gerne mit allen Freunden der Kirchenmusik teilen möchten.

Am Donnerstag, dem 20. Dezember, 19 Uhr, führt der „Große Chor der Hochschule für Musik Saar“ unter der Leitung von Prof. Georg Grün das bekannte Bach’sche Weihnachtsoratorium, Teil 1 bis 3, BWV 248 auf. Begleitet wird der Chor vom Orchester der Hochschule, die Solistenpartien werden von Gesangsstudenten der Hochschule übernommen.

Wir sind dankbar und glücklich, dass das Bach’sche „Jauchzet, frohlocket“ nach über 10 Jahren wieder in der Martin-Luther-Kirche erklingt, und laden Sie zu diesem vorweihnachtlichen Ereignis herzlich ein. Der Eintritt ist frei, am Ausgang wird um eine Spende gebeten.

Das Konzertprogramm 2019 ist da!

Felix Mendelssohn-Bartholdy

 Felix Mendelssohn (1809 – 1847) „Elias“ op. 70

 

Oratorium für Soli, Chor und Orchester

 

 

Die Elias-Geschichte thematisiert, wie sich nach und nach in Israel der Jahwe-Glaube durchsetzt. Dabei ist Elias eine starke, aber auch kontroverse Gestalt. Wieso kann er sich beispielsweise mit dem Gottesbeweis auf dem Karmel nicht zufrieden geben, wieso hält er es auch nach diesem eindrucksvollen Zeichen für notwendig, alle Baalspriester zu vernichten? Stellt er sich Jahwe möglicherweise ganz falsch vor? Schließlich zeigt die Gottesbegegnung am Horeb keinen zürnenden und rächenden Gott, der sich in gewaltigen Naturereignissen äußert, sondern einen Gott, der sich in einem sanften Säuseln zu erkennen gibt.

 

Mendelssohn war von der Gestalt des Propheten Elias fasziniert. In ihm sah er, wie er in einem Brief an den Dessauer Pfarrer Julius Schubring, mit dem Mendelssohn befreundet war und der auch schon den Text zum „Paulus“ geliefert hatte, schreibt, einen „Propheten“ „durch und durch“, (…) stark, eifrig, aber wohl auch bös und zornig und finster“ – eine charakterstarke Persönlichkeit, wie er sie sich wohl auch für seine Zeit gewünscht hätte.

 

Daher reifte bereits nach dem Erfolg seines ersten Oratoriums „Paulus“ im Jahr 1836 die Idee, die Figur des Elias in einem neuen Oratorium zu zeigen. Es entstanden erste Skizzen für den „Elias“, aber dann legte er dieses Projekt wieder auf Eis. Im Sommer 1845 kam aus England die Anfrage, ob Mendelssohn für das Festival in Birmingham ein neues Oratorium schreiben könne. Julius Schubring versorgte Mendelssohn mit geeigneten Bibelstellen, konnte ihn aber letztlich nicht überzeugen, da er die Elias-Figur am Ende neutestamentlich deutete, im Hinblick auf Christus als den von den Juden erwarteten Messias. Daher beendete Mendelssohn diese Zusammenarbeit und stellte Text und Musik des Oratoriums unter großem Zeitdruck fertig.

 

Mendelssohn, der einer jüdischen Familie entstammte, die zum Christentum konvertiert war, verarbeitete in seinen religiösen Werken seinen eigenen religiösen Werdegang. Deshalb wollte er den Elias als Figur des jüdischen Glaubens darstellen und nicht als Vorläufer Jesu Christi. Im Alten Testament steht Elias immer im Konflikt zwischen der Jahwe- und der Baalsverehrung. Der Name „Elias“ bedeutet ja „Jahwe ist mein Gott“, und stellt gewissermaßen ein Glaubensbekenntnis dar. Als Text verwendete Mendelssohn Bibelstellen der Elias-Erzählung aus dem ersten Buch der Könige sowie Verse aus den Psalmen.

 

Das Oratorium hat zwei Teile. Der erste Teil beginnt mit dem Fluch des Elias, der eine Dürreperiode verheißt als Strafe Gottes wegen der Abkehr des jüdischen Volkes von Jahwe und der nicht aufhörenden Verehrung des Gottes Baal. Nach Jahren der Dürre verzweifelt das Volk und Obadjah, ein Mitstreiter des Elias, ruft das Volk zur Umkehr auf. Engel führen Elias zu einer Witwe, deren Sohn er retten kann. Auf dem Berg Karmel verkündet Elias, dass er nach drei Jahren die Dürrezeit beenden und erweisen will, wer der rechte Gott ist. Er lässt einen Altar für ein Brandopfer errichten und fordert die Baalspriester auf, ihre Götter anzurufen. Aber es kommt keine Antwort. Elias richtet sich in aller Demut an Gott, und Jahwe zeigt sich in züngelnden Flammen, die das Brandopfer verschlingen. Daraufhin befiehlt Elias, die Baalspriester zu töten. Höhe- und Schlusspunkt des ersten Teils ist dann das Regenwunder.

 

Im zweiten Teil erhebt die Königin, die den Baalskult in Israel fördert, schwere Vorwürfe gegen Elias und wiegelt das Volk auf, ihn zu töten. Elias geht – von Engeln begleitet – zunächst in die Wüste und anschließend zum Berg Horeb. Dort kommt es zu einer unerwarteten Begegnung mit Gott, der nicht in den großen und gewaltigen Naturerscheinungen wie Erdbeben oder Sturm zu finden ist, sondern in einem sanften Säuseln oder „in einer Stimme verschwebenden Schweigens“, wie Martin Buber übersetzt. Gestärkt von dieser Begegnung stellt sich Elias der Konfrontation mit Verehrern des fremden Kultes und wird am Ende seines Lebens in einem feurigen Wagen gen Himmel entrückt. Der Schluss verkündet dann die Ankunft des Messias, der sein Wirken fortführen wird.

 

Für Mendelssohn waren die Passionen von Johann Sebastian Bach und die großen Oratorien von Georg Friedrich Händel durchaus Vorbilder, jedoch gibt es im „Elias“ keinen Erzähler, der die Handlung weiterträgt. Der Aufbau des Werkes ist zwar klassisch mit Rezitativen, Arien und Chorsätzen, aber die Rezitative sind dramatisch gestaltete Anreden und Dialoge, wobei er die handelnden Personen direkt sprechen lässt wie in einer Oper. Interessant ist die Funktion des Chores, der verschiedene Rollen in der Handlung einnimmt. Einmal repräsentiert er das Volk Israel als Anhänger Jahwes, dann die Baalsanhänger oder die Seraphim. Außerdem fungiert er (in den „anonymen Chören“) als Ensemble, das die Handlung überdenkt. Das Oratorium verzichtet auf echte Choräle, bewahrt jedoch choralähnliche Strukturen. Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Einleitung, nämlich mit einem Rezitativ des Elias. Erst darauf folgt das Orchestervorspiel und leitet in einen Chor über, der von der Erfüllung der Prophezeiung erzählt.

 

Die Uraufführung in englischer Sprache fand im August 1846 unter der Leitung von Mendelssohn in Birmingham statt. Vor der Drucklegung überarbeitete Mendelssohn das Werk an etlichen Stellen, da er infolge des großen Zeitdrucks beim Komponieren noch nicht mit allen Stellen zufrieden war. Die erste Aufführung in deutscher Sprache fand im Oktober 1847 in Hamburg ohne Mendelssohn statt. Im November 1847 sollte Mendelssohn das Werk in Wien dirigieren, aber er verstarb wenige Tage vorher infolge eines Schlaganfalls.

 

In den Folgejahren trat das Werk einen beispiellosen Siegeszug durch die westliche Musikwelt an und war bald ähnlich beliebt wie der „Messias“ von G. F. Händel. Auf dem Kontinent war zunächst der „Paulus“ beliebter, da sich viele Kritiker daran stießen, dass Mendelssohn als Vorlage die Person des Elias wählte, eine eifernde, rechthaberische und schließlich auch mordende Figur. Zusätzlich erfuhr die Wertschätzung der Musik von Mendelssohn eine erhebliche Minderung durch die antisemitische Hetze Richard Wagners und schließlich das Aufführungsverbot durch die Nationalsozialisten nach 1933. Erst seit den 70er Jahren wird Mendelssohns Musik wieder neu gewürdigt und hat ihren festen Platz im Konzertrepertoire zurückerobert.

Sommerserenade

klassisch & jazzig

wir freuen uns, Sie zu einem Sommerkonzert mit dem Collegium Instrumentale Saarbrücken unter der Leitung von Helmut Haag am  
 
9. September 2018, 18 Uhr, in die Christuskirche St. Ingbert
 
herzlich einzuladen. Dass es dabei „klassisch und jazzig“ zugehen wird, ist vor allem dem Violinsolisten Wolfgang Mertes zu verdanken.
 
Nach dem begeisternden Konzert vor zwei Jahren zeigt Wolfgang Mertes, erster Konzertmeister des Staatstheaterorchesters, dieses Mal mit dem Collegium Instrumentale Saarbrücken seine Fähigkeiten als begnadeter 'Crossover'-Spezialist.
Neben Mozarts bekanntem Violinkonzert G-Dur KV 216 auf der traditionellen Geige spielt er auf der Hybrid E-Geige mit Effektgerät, Sender und Looper das ihm gewidmete Konzert für Jazzgeige und Orchester des Saarbrücker Musikers und Komponisten Achim P. Schneider, ein Werk voller Swing, lateinamerikanischen Rhythmen und freien Improvisationen. Das um Flöte, Klarinette und Schlagzeug erweiterte klassische Orchester mit Oboen und Hörnern gibt sich jazzig und
bildet die rhythmische Grundlage für das virtuose Spiel des Solisten. 
 
Für den klassischen Rahmen der stilistisch so konträren Solokonzerte sorgt das Collegium Instrumentale Saarbrücken. Es eröffnet das Konzert mit der Pantomime D-Dur VB 37 des 'schwedischen Mozart' Joseph Martin Kraus (1756-1792) und beschließt es mit einer der schönsten Sinfonien von Wolfgang Amadeus Mozart, der in A-Dur KV 201. 
Die Leitung liegt in den bewährten Händen von Helmut Haag.
 
Der Eintritt beträgt 10 € (ermäßigt 8 €). 
An alle Musikfreunde ergeht herzliche Einladung zu diesem wunderschönen und abwechslungsreichen sommerlichen Orchesterkonzert!  

 

Rundfunkgottesdienst am 26.08.

Die Martin-Luther-Kirche in St. Ingbert

Der nächste Auftritt der evangelischen Kantorei findet am 26.08.2018 um 10:00 in der Martin-Luther-Kirche statt. Im Rahmen des Rundfunkgottesdienstes des saarländischen Rundfunks werden Stücke aus dem Repertoire und neu einstudierte Werke dargeboten. 

Konzertprojekt Elias - Projektsänger gesucht

Zusammen mit dem Chor Chorklang Cäcilia (ehemals Chorgemeinschaft St.Hildegard/St. Josef) führt die evangelische Kantorei St. Ingbert am 17. November 2018 das große Oratorium "Elias" von Felix Mendelssohn Bartholdy auf. Es besteht wieder die Möglichkeit, als Projektsänger an diesem großen Werk mitzuwirken. Geprobt wird dienstags von 19:30 bis höchstens 21:45 in der Christuskirche unter der Leitung von Carina Brunk.